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Einladung: Gemeinsam ein öffentliches Zeichen setzen

Fast alle Rödelheimer Institutionen, Initiativen und Fraktionen im OBR 7 haben – nach der Schändung der Gedenkstätte im Brentanopark – gemeinsam erklärt, dass sie sich in Zukunft noch entschiedener als bisher für ein respektvolles, gleichberechtigtes und wertschätzendes Zusammenleben aller Menschen in unserer Nachbarschaft engagieren wollen. „Wir lassen es nicht zu, dass aus unserer Mitte jüdische Bürger oder Menschen anderen Glaubens, anderer Herkunft oder Kultur diffamiert, ausgegrenzt oder beleidigt werden.“ Über alle weltanschaulichen Differenzen hinweg haben diesen Vorsatz auch 650 Bürgerinnen und Bürger durch ihre Unterschrift unterstützt. Mit dem Einverständnis zur Veröffentlichung ihrer Namen wollen sie ein sichtbares Zeichen setzen für Toleranz, Menschenwürde und Gleichwertigkeit.
Veröffentlichung aller Unterstützer bei einer Feierstunde am Mittwoch, den 26. April 2017 um 17 Uhr auf dem Baruch-Baschwitz-Platz vor dem Bahnhof Rödelheim. Dr. Meron Mendel, Leiter der Bildungsstätte Anne-Frank, wird eine Ansprache halten. Von den UnterzeichnerInnen werden einige kurz erklären, warum sie bzw. ihre Organisation an der Aktion teilnehmen. Die Veranstaltung soll so vielfältig werden wie der Kreis der Initiatoren mit den Logos auf dem Plakat und nicht länger als 45 Minuten dauern.

Zur Finanzierung sind dringend Spenden nötig: Apobank, BIC DAAEDEDD, Konto: UBER/Courage IBAN: DE30300606010103597946, Stichwort -AUFRUF- (Spendenquittung).

Unterstützt von:

Veranstaltungen

25. April 2017 um 19.30 Uhr: Vortrag von Gerhard Raiss, Museumsleiter Eschborn, „Zwangsarbeiter in Eschborn in den Jahren 1940 bis 1945“, Pavillon Brentanopark
7. Mai 2017 um 16.00 Uhr: Filmvorführung „besiegt-besetzt-befreit – der 8. Mai 1945“; Rödelheimer Zeitzeugen wurden vor 20 Jahren interviewt, Gemeindesaal, Alexanderstr. 37
16. Juli 2017 um 11.00 Uhr: „Jüdisches Leben in Rödelheim“, versch. Referenten, Pavillon + Petrihaus
27. November 2017 um 10.00 Uhr: „remembeRING“, Theater La Senty Menti, Vorstellung für Schülerinnen und Schüler, Gemeindesaal, Alexanderstr. 37

Paten für Stolpersteine gesucht

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz hat es am 27. Januar beeindruckende Gedenkveranstaltungen gegeben, nicht nur im Bundestag, sondern auch am Mahnmal in Rödelheim. Damit dies keine Pflichtrituale werden, sollte immer wieder im Jahr auf das Schicksal von Verfolgten, Diskriminierten, Ermordeten aufmerksam gemacht werden. Die Stolpersteine in Rödelheim sind ein gutes Beispiel dafür. Sie lassen uns innehalten und zeigen uns tagtäglich, dass Rödelheimer Nachbarn die rassistische und politische Verfolgung im Nationalsozialismus nicht überlebt haben. Ihnen Namen und Gedenken zurückzugeben, ist der Verdienst der Stolpersteine. Diese bedürfen der Pflege. Wir suchen deshalb Paten, die sich für einen Stolperstein in der eigenen Nachbarschaft verantwortlich fühlen, ihn reinigen und pflegen. Interessierte können sich melden bei Helga Dieter, Heiko Lüssmann oder Inge Pauls.
Kontakt: info(at)synagoge-roedelheim.de
Foto: Angela Kalisch

Übersicht aller in Rödelheim verlegten Stolpersteine

Aufruf

Ein breites Bündnis von Organisationen aus Rödelheim hat eine gemeinsame Erklärung verfasst. Anlass ist die Schändung der Gedenkstätte für die Opfer des Naziterrors am Ort der zerstörten Synagoge im November 2016 durch antisemitische Parolen.

Mahnmal beschmiert

stele-beschmiertTeile der Gedenkstätte wurden in der Nacht vom 3. auf den 4. November 2016 mit Kreuzen und antisemitischer Parole besprüht. In einer ersten Reaktion äußerten sich Vertreter unserer Initiative entsetzt. Die Gedenkstätte war seit der Einweihung vor gut einem Jahr keinen Anfeindungen ausgesetzt gewesen. Der Heimat- und Geschichtsverein hat unmittelbar nach Entdeckung der Beschädigung Anzeige erstattet.
Foto: Dr. Armin Kroneisen

Berichte in der Presse

Veranstaltungen des HGV

26. April 2016, 2016, 19.30 Uhr, Pavillon im Brentanopark: Straßennamen – Menschenbilder. Verdiente jüdische Frankfurter Bürger. Vortrag von Monica Händler.
18. Mai 2016, 14.00 Uhr, Auguste-Oberwinter-Haus: Die sichtbare Rödelheimer Synagoge. Vortrag und Führung von Horst Günter Kroneisen.
Das komplette Jahresprogramm des Heimat- und Geschichtsvereins Rödelheim ist auf der Homepage des HGV abrufbar.

Abschluss des Projekts

Das gemeinsame Projekt „Die Rödelheimer Synagoge sichtbar machen“ konnte Anfang des Jahres 2016 auch in finanzieller Hinsicht abgeschlossen werden. Die Kosten für das Projekt betrugen 44.698,65 Euro. Davon wurden 10.000 Euro vom Ortsbeirat 7 und 15.107,15 Euro vom Planungsdezernat der Stadt Frankfurt getragen. Der restliche Betrag in Höhe von 19.591,50 Euro kam durch Spenden von Bürgern, Stiftungen, Vereinen und Kirchengemeinden zustande. Projektleiter Dr. Armin Kroneisen dankt darüberhinaus allen, die sich ehrenamtlich engagiert haben.

Einweihungsfeier

2015-11-06_synagogeAm Freitag, 6. November 2015, wurde die fertiggestellte Gedenkstätte feierlich eingeweiht. Nach der Begrüßung durch Dr. Armin Kroneisen folgten Grußworte von Olaf Cunitz, Felix Semmelroth und Veljko Vuksanovic. Rabbiner Julian-Chaim Soussan sprach das Kel Male Rachamim, ein Gebet zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Nicole Lauterwald. Am Ende übergab Kroneisen die Gedenkstätte symbolisch in die Hände der Stadt Frankfurt. Weiterlesen

Einweihung der Gedenkstätte

skizze-akFreitag, 6. November 2015, 14 Uhr im Brentanopark/Inselgäßchen
Die Gestaltung der Gedenkstätte spannt einen Bogen von der ehemaligen jüdischen Gemeinde und ihrer Geschichte von 1290 bis 1938/1942, die mit ihrer Synagoge Teil des Rödelheimer Lebens war, zur folgenden Zerstörung und zur Ermordung jüdischer Bürger. Der von den Nationalsozialisten brutal vollzogene Bruch der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens in Rödelheim, symbolisiert durch den Weg über den Synagogenbereich, wird nun in der Gedenkstätte sichtbar überwunden. Die Namensstele nennt die bis heute bekannten von den Nationalsozialisten ermordeten oder in den Tod getriebenen Juden. Die Platzierung der Stele auf der Mauerlinie der Synagoge, also außer- und innerhalb zugleich, deutet an, dass Juden aufgrund ihres Judentums an sich, unabhängig von ihrem Glaubensengagement, umgebracht wurden. Die Sitzbänke und das zwischen ihnen stehende Mahnmal mit der Darstellung der zusammengepferchten, entwürdigten und aus dem Leben gerissenen Menschen bilden den eigentlichen Ort des Gedenkens. Der Thorastein an der Ostwand der ehemaligen Synagoge erinnert an den Schrein mit den fünf Büchern Moses, das Zentrum der Synagoge, aus denen im jüdischen Gottesdienst vorgelesen wird. So wie die Gesetzesrolle das jüdische Volk durch die Höhen und Tiefen seiner Geschichte begleitet hat, so soll der Stein ein Zeichen der Hoffnung sein für Wege in eine bessere Zukunft: Aus der Mahnung vor Misstrauen, Ausgrenzung, Diffamierung und Hass muss der Aufbruch führen zu Begegnungen und zum respektvollen Zusammenleben der Religionen.
Programm:
Beginn der Veranstaltung 14:00 Uhr
Jüdisches Musikstück: Maria Katharina Hackel
Begrüßung: Dr. Armin Kroneisen, Projektleiter
Grußworte von Olaf Cunitz, Bürgermeister, Prof. Dr. Felix Semmelroth, Stadtrat und Veljko Vuksanovic, Ortsvorsteher
Verlesen der Namen der ermordeten Rödelheimer Juden: Elke Klee, Pfarrerin i.R. und Heiko Lüßmann, RAUM
Kel Male Rachamim: Julian-Chaim Soussan, Rabbiner
Übergabe der Gedenkstätte an die Stadt Frankfurt: Dr. Armin Kroneisen
Jüdisches Musikstück: Maria Katharina Hackel
Grafik: Dr. Armin Kroneisen

Spatenstich

spaten Am Sonntag, 12. Juli 2015 fand am Mahnmal im Brentanopark die Feierstunde zum Spatenstich statt. Projektleiter Dr. Armin Kroneisen konnte mehr als 80 Besucher
begrüßen und dankte allen Unterstützern. Im Anschluss trug Elke Klee (Pfarrerin i.R. der Cyriakus-Gemeinde) ihre Gedanken zum Mahnmal vor. Frankfurts Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) und die stellv. Ortsvorsteherin im OBR 7 Michaela Will (SPD) sprachen Grußworte. Harry Schnabel (Vorstand der jüdischen Gemeinde Frankfurt) hielt eine beeindruckende Rede, abschließend las Rabbiner Julian-Chaim Soussan einen Psalm. Die Redebeiträge wurden eingerahmt von Musikstücken von Maria-Katherina Hackel (Violine). Olaf Kunitz, Michaela Will und der Architekt H.G. Kroneisen führten gemeinsam den ersten symbolischen Spatenstich aus. Die Veranstaltung klang aus mit Begegnungen und Gesprächen bei Apfelwein und koscherem Gebäck. Weiterlesen