Am Mittwoch, 3. Juni 2026 werden in Rödelheim sieben weitere Stolpersteine für Opfer der Shoah enthüllt.
Gemeinsam mit der Initiative Stolpersteine Frankfurt enthüllt die Initiative Stolperstein Rödelheim am 3. Juni sieben weitere Stolpersteine für jüdische Opfer der Verfolgung und der Shoah in Rödelheim. Erinnert wird damit an Heinrich und Lina Hammel, Anna und Louis Schönthal, Friedrich und Irma Enders und Erna Grünebaum.
Heinrich Hammel war der letzte Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Rödelheims. Gemeinsam mit seiner Frau Lina war er Inhaber eines Textilgeschäftes in seinem Haus in der Burgfriedenstraße 5.
Anna und Louis Schönthal lebten mit ihrer Familie in Alt Rödelheim 6 und betrieben dort ein Geschäft für Weiß- und Wollwaren.
Friedrich Enders und seine Frau Irma, geb. May, lebten als christlich-jüdisches Ehepaar in der Burgfriedenstraße 15. Sie flohen vor ihren Verfolgern nach Brüssel, wo sie als Fluchthelfer Widerstand leisteten und schließlich verhaftet wurden.
Erna Grünebaum war die jüngste Tochter der Familie Grünebaum, die in Alt Rödelheim 38 lebte. Alle Familienmitglieder wurden in der Shoah ermordet. Für ihre Eltern und ihren Bruder wurden bereits Stolpersteine verlegt.
Die Enthüllung der Stolpersteine beginnt am Mittwoch, 3. Juni um 10.30 Uhr vor dem Haus Alt Rödelheim 6, erfolgt um 11.10 Uhr vor dem Haus Alt Rödelheim 38, setzt sich fort um 11.50 Uhr vor dem Haus Burgfriedenstraße 5 und endet um 12.30 Uhr mit der Enthüllung der Stolpersteine vor dem Haus Burgfriedenstraße 15.
Im Rahmen der Verlegung werden die Biografien der Menschen, an die mit den Stolpersteinen erinnert wird, vorgetragen. Rödelheimerinnen und Rödelheimer sind herzlich eingeladen, an der Zeremonie teilzunehmen.




