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Stadtteilrundgang Rödelheim

Auf den Spuren der Geschichte in Frankfurt-Rödelheim

Reihe: Böll Stadtrundgänge. Termin: Donnerstag, 27. August 2026

Der antifaschistische Stadtteilrundgang folgt den Spuren der jüdischen Geschichte Rödelheims, der Verfolgung, dem Widerstand und der Zwangsarbeit und bezieht dabei die Nachkriegsgeschichte und den Umgang der Rödelheimer mit der NS-Zeit und der Dokumentations- und Erinnerungsarbeit durch die Gruppe Stadtteilerkundung ein. Eingebettet in den Rundgang ist der Blick auf die sich aus der Geschichtsarbeit entwickelten Initiativen in Rödelheim, wie z.B. die Geschichte des Ortsschildes Rödelheim – Stadtteil gegen Rassismus.

Der Rundgang dauert circa 2,5 Stunden. Ein Nachgespräch im Anschluss an den Rundgang wird angeboten.

Der Stadtteilrundgang ist eine Kooperation der Rödelheimer Stolperstein-Inititative und der Heinrich Böll Stiftung.

Die Teilnahme ist kostenlos. Treffpunkt und Uhrzeit erhalten die Teilnehmenden nach Anmeldung per E-Mail. Anmeldungen über das Formular unter:

https://www.boell-hessen.de/auf-den-spuren-der-geschichte-in-frankfurt-roedelheim-2

Empfang der Familie Hammel

Drei Generationen der Familie Hammel aus den USA.

Am 24. Juni waren elf Nachfahren der Familie Hammel aus den USA in Rödelheim zu Gast, um zu ihrer Familiengeschichte zu recherchieren. Nach einem Besuch ihres Elternhauses in der Burgfriedenstraße und der Gedenkstätte am Standort der ehemaligen Synagoge fand in der Stadtteilbibliothek unter der Schirmherrschaft des Ortsbeirats ein Empfang für sie statt. Frau Dinger von der Stadtteilbibliothek begrüßte die Gäste, es folgten Grußworte der Ortsvorsteherin Britta Schulte-Hahn und des Vorsitzenden des Fördervereins der Stadtteilbibliothek, Helmut Furtmann. In einem Vortrag stellte Eilika Emmerlich vom Heimat-und-Geschichtsverein die Geschichte der jüdischen Gemeinde Rödelheims vor, nach einer Pause ging Heiko Lüßmann von der Rödelheimer Stolperstein-Initiative auf die Geschichte der Familie Hammel ein. Zum Abschluss sprach Arthur Henry Hammel, seine Rede ist in Kürze hier zu sehen.

Film zum 8. Mai

8. Mai 1945: besiegt – besetzt – befreit
Rödelheimerinnen und Rödelheimer erinnern sich an das Ende des 2. Weltkriegs

Am 8. Mai 2025 jährt sich zum 80. Mal das Ende des 2. Weltkriegs und der Nazi-Diktatur.
Courage gegen Rassismus Rödelheim, die Initiative Stadtteil gegen Rassismus Rödelheim und die Initiative Stolperstein Rödelheim zeigen aus diesem Anlass gemeinsam den 30 Jahre alten Dokumentarfilm „8. Mai 1945 – besiegt-besetzt-befreit – Rödelheimerinnen und Rödelheimer erinnern sich an das Ende des 2. Weltkriegs“.

In Interviews erinnern sich die langjährige Kirchenvorsteherin der Evangelischen
Cyriakusgemeinde Else Ries und ihre Schwester Sophie Hartmann, der Rödelheimer
Jazzmusiker Willy Kalberlah, Knut Thomsen, ehemaliger stellvertretender Leiter der
Liebigschule, die Ehrenvorsitzende der Rödelheimer CDU Ulla Kelety, die Rödelheimerin Erika Gietz, der Musiker Jürgen Bexen und seine Frau Ingrid, sowie der ehemalige
Widerstandskämpfer Albert N. Simmedinger jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven
daran, wie sie das Ende des zweiten Weltkriegs erlebt haben.

Der Film ist inzwischen selbst auch ein Dokument Rödelheimer Geschichte. Alle Interviewten sind inzwischen verstorben.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 8. Mai 2025 um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Evangelischen Cyriakuskirche, Auf der Insel statt. Der Eintritt ist frei.

Demokratie in Gefahr!

Das rechtsradikale Netzwerk der AfD und ihr Einfluss auf Jugendliche und Jungwähler:innen

Kurz nach der Bundestagswahl laden die Demokratiewerkstatt Rödelheim und die Initiative „Rödelheim – Stadtteil gegen Rassismus“ zu einer Veranstaltung mit Prof. Benno Hafeneger ein, die sich mit der drohenden Gefahr durch rechtsextreme Netzwerke der AfD und ihren Einfluss auf junge Menschen auseinandersetzt.

Die erschreckend hohe Zahl von knapp 21% der Wählerstimmen für die rassistische, nationalistische und in Teilen als gesichert faschistisch geltende AfD bei der Bundestagswahl im Februar hat deutlich gemacht, dass Gegenstrategien zum Schutz unserer Demokratie wichtiger denn je geworden sind. Besorgniserregend ist bei den Wahlergebnissen ebenso, dass viele – vor allem männliche – Jugendliche und Jungwähler:innen von der AfD erreicht wurden. In der Veranstaltung soll beleuchtet werden, wie weit die Vernetzung der AfD mit der vielfältigen rechtsradikalen und neofaschistischen Szene in Deutschland inzwischen vorangeschritten ist und wie es der AfD gelungen ist, eine große Zahl von Jugendlichen und Jungwähler:innen anzusprechen.

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Benno Hafeneger wird jeweils einen Input zu den Teilthemen geben. Im Anschluss sind die Veranstaltungsbesucher:innen eingeladen, die Themen miteinander zu diskutieren und gemeinsam Strategien zum besseren Schutz unserer Demokratie zu entwickeln.

Donnerstag, 3. April 2025, 19.30 Uhr, Vereinsringhaus Rödelheim

Das Projekt Demokratiewerkstätten ist ein Bildungsprojekt der VHS Frankfurt, das zum Ziel hat, selbstorganisierte politische Bildung in Stadtteilen und Vereinen zu unterstützen und Menschen für demokratischen Austausch und Engagement zu begeistern. Hier finden Sie weitere Informationen dazu

Gedenkstunde

Gedenkstunde zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz 1945
Freitag, 27. Januar 2023, 16:00 Uhr am Mahnmal der ehemaligen Synagoge Rödelheim, Inselgässchen.

Die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee hat uns an vielen Gedenktagen dazu bewegt, die furchtbaren Leiden der dort Gefangenen und das Entsetzen der sowjetischen Armeeangehörigen, die das Lager im Januar 1945 endlich erreichten, zu beschreiben.

Plakat zur Gedenkstunde am 27. Januar 2023
Synagoge Roedelheim, Auschwitz-Gedenktag

Glauben, dass sie ins Leben würden zurückkehren können, und dass sie befreit worden waren, konnten nur wenige der übriggebliebenen Gefangenen. Die anderen Häftlinge kamen auf den von den Nazi-Verbrechern organisierten Todesmärschen, bei eisiger Kälte und fehlenden Schuhen ums Leben – nur einige überlebten durch glückliche Umstände …
Die Überlebenden fanden auch in ihrem gesamten nachfolgenden Leben meistens keine Erlösung von dem erlittenen Trauma, von dem Schmerz, der Auschwitz bedeutet hat.

Damit sich aber ein millionenfaches Vernichten von Menschenleben nicht wiederholt, egal in welcher Form und unter welchen Umständen, müssen wir uns jedes Jahr der Erinnerung stellen und vor allem: Jeden Tag gegen Krieg und Rüstung, gegen Faschismus und Militarismus stemmen! Das ist und bleibt unserer Aufgabe.

Wir laden alle Interessierten und Engagierten herzlich ein zur diesjährigen Gedenkveranstaltung.

Bettina Mandellaub, für die Friedensinitiative Rödelheim

10 Jahre Ortsschild „Rödelheim – Stadtteil gegen Rassismus“

Am 1. März 2022 fand anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Straßenschilds „Rödelheim – Stadtteil gegen Rassismus“ eine Kundgebung am Hausener Weg statt. Grund zum Feiern gab es zwar kaum angesichts der rassistischen und antisemitischen Taten der jüngsten Vergangenheit von der Ermordung Walter Lübckes über den Anschlag auf die Synagoge in Halle bis hin zu den Morden in Hanau.

In Redebeiträgen, u.a. von Helga Dieter (Courage gegen Rassismus), Elke Klee (Pfarrerin i.R.), Heiko Lüßmann (RAUM für Kinder und Jugendliche), Johannes Lauterwald (Ortsvorsteher im OBR7) und Janine Wissler (Parteivorsitzende Die Linke) wurde jedoch deutlich, wie wichtig das Engagement gegen Rassismus bleibt und welche Bedeutung das Rödelheimer Ortsschild als Symbol hat, verbunden mit der Selbstverpflichtung:

»Hier in Rödelheim sind wir sensibilisiert gegen rassistische Parolen und gegen die populistischen Töne aus der Mitte der Gesellschaft. Wir wollen im öffentlichen Raum Zeichen setzen gegen Hass und Gewalt sowie gegen Ausgrenzung, Nationalismus und populistische Fremdenfeindlichkeit.«

Ein sehr gelungener Film von der Kundgebung wurde vom Reportage-Team der RAUM KidsNews erstellt und freundlicherweise zur Verfügung gestellt, er kann hier angesehen werden:

Kundgebung am 1. März 2022, ein Film des Reportage-Teams von RAUM KidsNews

Stadtlabor-Ausstellung

Mit dem Stadtlabor auf Spurensuche im Heute – Frankfurt und der Nationalsozialismus
Wo in Frankfurt finden sich Spuren des Nationalsozialismus? Wie nehmen unterschiedliche Menschen solche Spuren in der Gegenwart wahr?

Als Gruppe „Inititative Synagoge Rödelheim – Stadttteil gegen Rassismus“ nehmen wir an dieser Ausstellung teil und haben eine Broschüre erstellt, die im Museum ausliegt, aber auch in Rödelheim verteilt wird, beispielsweise in der Stadtteilbibliothek. Sie finden die Broschüre als PDF unter Downloads.

Die Ausstellung findet im Historischen Museum vom 9. Dezember 2021 bis 11. September 2022 statt.

Zur Website der Ausstellung

Jahrestag der Befreiung

Am 8. Mai haben Bürgerinnen und Bürger, sowie verschiedene Initiativen im Stadtteil an den Gedenkstätten und allen Stolpersteinen im Ortsbezirk Blumen abgelegt, um an den Tag der Befreiung vor 76 Jahren zu erinnern.

Frankfurt in ein Blumenmeer verwandeln

Es ist endlich Zeit, den 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg zu einem bundesweiten Feiertag zu machen. Am 8. Mai 2021 jährt sich zum 76. Mal der Tag, an dem Deutschland vom Hitlerfaschismus befreit wurde, und der Schrecken des Zweiten Weltkrieges beendet wurde.

Stolpersteine mit Blumen
8. Mai 2020

Wie im vergangenen Jahr werden wieder Bürgerinnen und Bürger sowie Initiativen und Institutionen aus dem Ortsbezirk Blumen an den Orten der Erinnerung niederlegen. Das sind insbesondere das Mahnmal im Brentanopark und die 36 Stolpersteine im Ortsbezirk zur Erinnerung an die ermordeten jüdischen Nachbarn.

Orte der Erinnerung im Stadtbezirk sind auch der Gedenkstein für die Widerstandskämpfer auf dem Praunheimer Friedhof, die Gedenktafel für ehemalige Zwangsarbeiter in der Stefan-Heise-Straße sowie das Gräberfeld für italienische Militärinternierte und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof Westhausen.

Mit dem Gedenken an die Opfer wird an vielen Orten in Deutschland der Forderung Nachdruck verliehen, endlich den 8. Mai als Tag der Befreiung zu beschließen. Das wird in einer Petition bereits von vielen Menschen und Organisationen unterstützt.

Wir wollen damit ein Zeichen setzen für eine Welt, in der alle Menschen friedlich zusammenleben ohne Rassismus, Diskriminierung, Antisemitismus und Antiziganismus. Wir wollen wachsam sein angesichts des Erstarkens faschistischen Gedankenguts, was unter dem Mäntelchen „Das wird man doch noch sagen dürfen!“ nicht wieder salonfähig werden darf.

Wir möchten Sie aufrufen, die Aktion „Frankfurt in ein Blumenmeer verwandeln“ zu unterstützen, indem Sie ebenfalls Blumen an den Orten des Erinnerns niederlegen oder eine Pflege-Patenschaft für einen Stolperstein übernehmen.

Für die Stolperstein-Initiative Rödelheim
Helga Dieter, Heiko Lüßmann, Helmut Furtmann