Archiv der Kategorie: Vortrag

»Zerbrechliche Nachbarschaft«

Der Heimat- und Geschichtsverein Rödelheim lädt herzlich dazu ein, das Forschungsprojekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ und die Synagogen in Frankfurt und Rödelheim kennenzulernen.

Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ am Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische Geistes- und Kulturgeschichte der Moderne und Gegenwart der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird in den kommenden Jahren ein mehrbändiges Gedenkbuch der jüdischen Gemeinden in Hessen und ihrer Synagogen vorlegen. In ausführlichen Beiträgen werden die etwa 450 Orte auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes vorgestellt, in denen vor 1933 jüdische Gemeinden bestanden. Darin wird die Geschichte dieser Gemeinden, sowie die Geschichte und die Architektur der Synagogen und Beträume mit umfangreichem Bildmaterial und auf einer breiten Quellengrundlage präsentiert. Gezeigt wird die Vielfalt jüdischer Kultur in diesem Raum, ihre Entwicklung über die Jahrhunderte hinweg, ihre tiefe aber stets prekäre Verflochtenheit mit der nicht-jüdischen Umgebungsgesellschaft, und ihre brutale Zerstörung in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Ende November erscheinende erste Band des Gedenkbuchs stellt auf ca. 900 Seiten die jüdischen Gemeinden und deren Synagogen in den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Offenbach sowie in den Städten Darmstadt und Offenbach vor. Prof. Stefan Vogt, Forschungskoordinator des Projekts und einer der Herausgeber des Gedenkbuchs, wird das Projekt und diesen ersten Band vorstellen. Weitere Bände werden die übrigen Land- und Stadtkreise Hessens behandeln. Ein eigener Band, der derzeit im Entstehen begriffen ist, wird der Stadt Frankfurt als wichtigstem städtischen Zentrum der jüdischen Geschichte Hessens und einem der bedeutendsten Orte des europäischen Judentums insgesamt gewidmet sein. Auch die Rödelheimer Gemeinde und ihre Synagoge werden darin detailliert beschrieben werden. Der Autor dieses Bandes, Dr. Imanuel Clemens Schmidt, wird ihn sowie erste Ergebnisse seiner Forschungen zur Synagoge in Rödelheim präsentieren.

Das Projekt „Zerbrechliche Nachbarschaft. Gedenkbuch der Synagogen und jüdischen Gemeinden in Hessen“ wird vom Buber-Rosenzweig-Institut in Kooperation mit der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland und dem Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau durchgeführt. Es wird vom Land Hessen sowie von den evangelischen Landeskirchen und den katholischen (Erz-)Bistümern in Hessen gefördert. Der Abschluss des Projekts ist für Ende 2032 geplant.

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Vogt und Dr. Imanuel Clemens Schmidt, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Dienstag, 28.10.2025, 19.30 Uhr, Pavillon im Brentanopark, Rödelheimer Parkweg 11

Der Eintritt ist frei. Um eine kleine Spende wird gebeten.

Das „dröhnende Schweigen“ beenden

Ruben Gerczikow, Sabena Donath (Moderation), Laura Cazés, Benjamin Graumann, Esti Rubens.

Am 7. Oktober 2023 widerfuhr Israel das größte und brutalste antisemitische Massaker seit der Shoah. Die damit verbundene Welle weltweiter antisemitischer Gewalt ist ein Wendepunkt für die jüdische Gemeinschaft. Diese Erfahrungen rufen für viele Jüdinnen und Juden dunkelste Erinnerungen und Retraumatisierungen hervor – das meist ausbleibende gesamtgesellschaftliche Bewusstsein und die fehlende Empathie für das Ausmaß dieser Katastrophe lässt viele isoliert und sprachlos zurück.

Bei der Podiumsdiskussion am 10. Juni 2024 in der Evangelischen Akademie kamen verschiedene jüdische Perspektiven zu Wort mit dem Versuch, die Ereignisse und Auswirkungen des 7. Oktobers einzuordnen und persönlichen und institutionellen Herausforderungen Raum zu geben.

Hören Sie hier den Mitschnitt der Veranstaltung als Audiodatei:

Einsamkeit und Widerhall. Jüdische Perspektiven auf den 7. Oktober

Erste Folgeveranstaltung zum Thema „Jüdisches Leben heute“

Im Rahmen der Veranstaltung mit der Gruppe OPUS 45 am 28. Januar 2024 in der Evangelischen Cyriakuskirche kündigten die Veranstalter an, dass sie Folgeveranstaltungen zum jüdischen Leben heute planen. Nun kommt es im Rahmen des Anne Frank Tages in Frankfurt am 10. Juni 2024 zur ersten dieser Veranstaltungen.
Bei der Veranstaltung mit dem Titel „„Einsamkeit und Widerhall. Jüdische Perspektiven auf den 7. Oktober“ handelt es sich um eine Kooperation der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Deutschen Gewerkschaftsbunds Frankfurt am Main, des Evangelischen Stadtdekanats Frankfurt und Offenbach, der Evangelischen Cyriakusgemeinde und der Initiative Stolperstein Rödelheim als Gruppen der Initiative Synagoge Rödelheim und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Podiumsgespräch am Montag, 10. Juni 2024, 20 Uhr,
Evangelische Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 FFM
Mit Laura Cazés, ZWST, Publizistin und Moderatorin, FFM,
Ruben Gerczikow, Publizist und Autor, Berlin,
Benjamin Graumann, Vorstand Jüdische Gemeinde FFM,
Esti Rubens, Vorstand Jüdische Studierendenunion, Karlsruhe,
Moderation: Sabena Donath, Zentralrat der Juden in Deutschland

Am 7. Oktober 2023 widerfuhr Israel das größte und brutalste antisemitische Massaker seit der Shoah. Die damit verbundene Welle weltweiter antisemitischer Gewalt ist ein Wendepunkt für die jüdische Gemeinschaft. Diese Erfahrungen rufen für viele Jüdinnen und Juden dunkelste Erinnerungen und Retraumatisierungen hervor – das meist ausbleibende gesamtgesellschaftliche Bewusstsein und die zumeist fehlende Empathie für das Ausmaß dieser Katastrophe lässt viele isoliert und sprachlos zurück.

Auch vor dem 7. Oktober 2023 befanden sich Jüdische Gemeinden permanent im Spannungsfeld zwischen Polizeischutz und der gleichzeitigen Bemühung, jüdisches Leben sichtbarer, offener und zugänglicher zu machen. Unser Podiumsgespräch lässt verschiedene jüdische Perspektiven zu Wort kommen und versucht, die Ereignisse und Auswirkungen des 7. Oktobers einzuordnen und persönlichen und institutionellen Herausforderungen Raum zu geben.

Eine Veranstaltung der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, des Deutschen Gewerkschaftsbunds Frankfurt am Main, des Evangelischen Stadtdekanats Frankfurt und Offenbach, der Initiative Synagoge Rödelheim und der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Anmeldung erforderlich über die Evangelische Akademie Frankfurt

„Warum können die Menschen nicht friedlich miteinander leben?“

Anne Frank am 3. Mai 1944

Anne Frank Tag vom 10. bis 16. Juni 2024, zum Programm

Veranstaltungen des HGV

Dienstag, 4. Juni 2024, 19:30 Uhr,
Pavillon im Brentanopark:
„Bertha Pappenheim – Jüdische Frauenrechtlerin und Pionierin der sozialen Arbeit“
Vortrag von Prof. Dr. Britta Konz.

Dienstag, 25. Juni 2024, 18:30 Uhr,
Treffpunkt: Bolzplatz „Am Seedamm“
„Führung im alten und im neuen Rödelheimer Jüdischen Friedhof“
von Gabriela Schlick-Bamberger.

Weiterhin bietet der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) zwei Schriften zum jüdischen Leben in Rödelheim an, die entweder bei Pappmarché oder über aukroneisen@web.de zu jeweils EUR 12,- zu beziehen sind:

  • „Die Geschichte des Verlags von Wolf Heidenheim und Baruch Baschwitz“
  • „Geschichte und Geschichten um den Alten Jüdischen Friedhof in Rödelheim“

 

Sie waren unsere Nachbarn

5. November 2014, 19.30 Uhr, Gemeindesaal der Cyriakusgemeinde Rödelheim, Alexanderstraße 37:
„Sie waren unsere Nachbarn“ – zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Rödelheim
Mit Dr. Helga Krohn und Vertretern der Initiative Stolperstein Rödelheim
Helga Krohn war für die Konzeption und Gesamtleitung der Ausstellung „Die vergessenen Nachbarn – Juden in Rödelheim“ – 1990 vom jüdischen Museum Frankfurt durchgeführt – verantwortlich und hat an dem Begleitheft „Juden in Rödelheim“ mitgearbeitet. Die Stolperstein-Initiative Rödelheim hat sich intensiv mit Biographien einzelner Familien beschäftigt und vor deren ehemaligen Häusern und Wohnungen Stolpersteine, Erinnerungssteine, legen lassen. Sie wird ausgewählte Biographien vorstellen.
Lesen Sie hier einen Bericht von der Veranstaltung