Veranstaltungen des HGV

26. April 2016, 2016, 19.30 Uhr, Pavillon im Brentanopark: Straßennamen – Menschenbilder. Verdiente jüdische Frankfurter Bürger. Vortrag von Monica Händler.
18. Mai 2016, 14.00 Uhr, Auguste-Oberwinter-Haus: Die sichtbare Rödelheimer Synagoge. Vortrag und Führung von Horst Günter Kroneisen.
Das komplette Jahresprogramm des Heimat- und Geschichtsvereins Rödelheim ist auf der Homepage des HGV abrufbar.

Abschluss des Projekts

Das gemeinsame Projekt “Die Rödelheimer Synagoge sichtbar machen” konnte Anfang des Jahres 2016 auch in finanzieller Hinsicht abgeschlossen werden. Die Kosten für das Projekt betrugen 44.698,65 Euro. Davon wurden 10.000 Euro vom Ortsbeirat 7 und 15.107,15 Euro vom Planungsdezernat der Stadt Frankfurt getragen. Der restliche Betrag in Höhe von 19.591,50 Euro kam durch Spenden von Bürgern, Stiftungen, Vereinen und Kirchengemeinden zustande. Projektleiter Dr. Armin Kroneisen dankt darüberhinaus allen, die sich ehrenamtlich engagiert haben.

Einweihungsfeier

2015-11-06_synagogeAm Freitag, 6. November 2015, wurde die fertiggestellte Gedenkstätte feierlich eingeweiht. Nach der Begrüßung durch Dr. Armin Kroneisen folgten Grußworte von Olaf Cunitz, Felix Semmelroth und Veljko Vuksanovic. Rabbiner Julian-Chaim Soussan sprach das Kel Male Rachamim, ein Gebet zur Erinnerung an die Opfer des Holocaust. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von Nicole Lauterwald. Am Ende übergab Kroneisen die Gedenkstätte symbolisch in die Hände der Stadt Frankfurt. Weiterlesen

Einweihung der Gedenkstätte

skizze-akFreitag, 6. November 2015, 14 Uhr im Brentanopark/Inselgäßchen
Die Gestaltung der Gedenkstätte spannt einen Bogen von der ehemaligen jüdischen Gemeinde und ihrer Geschichte von 1290 bis 1938/1942, die mit ihrer Synagoge Teil des Rödelheimer Lebens war, zur folgenden Zerstörung und zur Ermordung jüdischer Bürger. Der von den Nationalsozialisten brutal vollzogene Bruch der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens in Rödelheim, symbolisiert durch den Weg über den Synagogenbereich, wird nun in der Gedenkstätte sichtbar überwunden. Die Namensstele nennt die bis heute bekannten von den Nationalsozialisten ermordeten oder in den Tod getriebenen Juden. Die Platzierung der Stele auf der Mauerlinie der Synagoge, also außer- und innerhalb zugleich, deutet an, dass Juden aufgrund ihres Judentums an sich, unabhängig von ihrem Glaubensengagement, umgebracht wurden. Die Sitzbänke und das zwischen ihnen stehende Mahnmal mit der Darstellung der zusammengepferchten, entwürdigten und aus dem Leben gerissenen Menschen bilden den eigentlichen Ort des Gedenkens. Der Thorastein an der Ostwand der ehemaligen Synagoge erinnert an den Schrein mit den fünf Büchern Moses, das Zentrum der Synagoge, aus denen im jüdischen Gottesdienst vorgelesen wird. So wie die Gesetzesrolle das jüdische Volk durch die Höhen und Tiefen seiner Geschichte begleitet hat, so soll der Stein ein Zeichen der Hoffnung sein für Wege in eine bessere Zukunft: Aus der Mahnung vor Misstrauen, Ausgrenzung, Diffamierung und Hass muss der Aufbruch führen zu Begegnungen und zum respektvollen Zusammenleben der Religionen.
Programm:
Beginn der Veranstaltung 14:00 Uhr
Jüdisches Musikstück: Maria Katharina Hackel
Begrüßung: Dr. Armin Kroneisen, Projektleiter
Grußworte von Olaf Cunitz, Bürgermeister, Prof. Dr. Felix Semmelroth, Stadtrat und Veljko Vuksanovic, Ortsvorsteher
Verlesen der Namen der ermordeten Rödelheimer Juden: Elke Klee, Pfarrerin i.R. und Heiko Lüßmann, RAUM
Kel Male Rachamim: Julian-Chaim Soussan, Rabbiner
Übergabe der Gedenkstätte an die Stadt Frankfurt: Dr. Armin Kroneisen
Jüdisches Musikstück: Maria Katharina Hackel
Grafik: Dr. Armin Kroneisen

Noch ein Glück

Trude Simonsohn im Gespräch mit Elisabeth Abendroth
Seit Jahrzehnten erzählt die in Frankfurt lebende Trude Simonsohn in Schulen und Institutionen aus ihrem Leben, das sie zu einer Zeugin der großen politischen Verwerfungen im zwanzigsten Jahrhundert werden ließ.
1921 in Olmütz geboren, wuchs sie zweisprachig auf, besuchte das deutsche Gymnasium, durfte aber dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht als Jüdin keine Berufsausbildung absolvieren. Sie verlor ihren Vater im KZ Dachau, ihre Mutter in Auschwitz. Sie selbst wurde 1942 nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich des Hochverrats angeklagt, in Einzelhaft genommen und in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Nach 1945 arbeitete sie für die jüdische Flüchtlingshilfe in der Schweiz und betreute tuberkulosekranke und traumatisierte Kinder, die durch den Holocaust zu Waisen geworden waren.
1955 kam sie nach Frankfurt, wo sie in der jüdischen Gemeinde die Stelle für Sozialarbeit und Erziehungsberatung übernahm. 1993 erhielt Trude Simonsohn die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, 1996 die Wilhelm-Leuschner-Medaille des Landes Hessen, 2010 wurde sie mit dem Ignaz-Bubis-Preis für Verständigung gewürdigt.
Die Erinnerungen an ihr ereignisreiches Leben, die unter dem Titel „Noch ein Glück“ erschienen sind, schrieb die 90-Jährige zusammen mit der bekannten Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Abendroth, mit der sie in der Stadtbibliothek Rödelheim ihre Autobiographie auch vorstellen wird.
Freitag, 6. November 2015, 19.30 Uhr
Eintritt: 5 Euro / ermäßigt 3 Euro / Schüler gratis
Für Häppchen und Wein sorgt der FörSteR e.V.

Spatenstich

spaten Am Sonntag, 12. Juli 2015 fand am Mahnmal im Brentanopark die Feierstunde zum Spatenstich statt. Projektleiter Dr. Armin Kroneisen konnte mehr als 80 Besucher
begrüßen und dankte allen Unterstützern. Im Anschluss trug Elke Klee (Pfarrerin i.R. der Cyriakus-Gemeinde) ihre Gedanken zum Mahnmal vor. Frankfurts Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) und die stellv. Ortsvorsteherin im OBR 7 Michaela Will (SPD) sprachen Grußworte. Harry Schnabel (Vorstand der jüdischen Gemeinde Frankfurt) hielt eine beeindruckende Rede, abschließend las Rabbiner Julian-Chaim Soussan einen Psalm. Die Redebeiträge wurden eingerahmt von Musikstücken von Maria-Katherina Hackel (Violine). Olaf Kunitz, Michaela Will und der Architekt H.G. Kroneisen führten gemeinsam den ersten symbolischen Spatenstich aus. Die Veranstaltung klang aus mit Begegnungen und Gesprächen bei Apfelwein und koscherem Gebäck. Weiterlesen

Filmvorführung

Dokumentarfilm „8. Mai 1945: besiegt – besetzt – befreit“
Rödelheimerinnen und Rödelheimer erinnern sich an das Ende des 2. Weltkriegs in Frankfurt
6. Mai 2015, 19.30 Uhr, Gemeindesaal der Evangelischen Cyriakusgemeinde, Alexanderstraße 37
Im Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Diktatur. Daran erinnern sich aus unterschiedliche Perspektiven in sieben Interviews neun Rödelheimerinnen und Rödelheimer. Der Dokumentarfilm entstand 1995 und wird nach 20 Jahren wieder in Rödelheim gezeigt.

Frankfurt liest ein Buch 2015

pressler1Freitag, 17. April 2015, 19:30 Uhr, Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17-19
Mirjam Pressler stellt »Grüße und Küsse an alle« vor: Die Geschichte der Familie von Anne Frank
Wie durch ein Wunder haben zahllose Briefe, Dokumente und Fotos der Familie von Anne Frank auf dem Dachboden eines Hauses der Familie in der Baseler Herbstgasse überlebt und wurden dort vor einigen Jahren entdeckt. Die wunderbare Erzählerin Mirjam Pressler hat daraus die einzigartige wie exemplarische Geschichte vom Aufstieg und Schicksal der deutsch-jüdischen Familie Frank aus Frankfurt zusammengefügt. Foto: Förster/Heidt

Vortrag

Entwicklung des Synagogenprojekts zum heutigen Stand. Powerpoint-Vortrag von Dr. Armin Kroneisen vom Heimat- und Geschichtsverein. Dienstag, 24. März, 19.30 Uhr, Pfarrsaal St. Antonius, Alexanderstraße 24, Rödelheim

Bewegendes Zeitzeugengespräch

erbrich1Edith Erbrich: Ich hab’ das Lachen nicht verlernt
Lange behielt die Frankfurterin die Erinnerung an ihre Kindheit und ihre Deportation nach Theresienstadt für sich. Jetzt berichtet sie über ihre Erfahrungen als „jüdisches Mischlingskind“, ihre Zeit im Lager und ihren Weg zurück in die deutsche Nachkriegsgesellschaft, so auch am 3. März 2015 in der Stadtteilbibliothek Rödelheim. Weiterlesen